Auswertung Teil 2: Diagramme und mehr
Wie versprochen gibt es nun den zweiten Teil der Auswertung.
Die Blogger, die teilgenommen haben, nutzen folgende Blogsoftware bzw. waren bei folgenden Anbietern angemeldet.

Fazit: Wie erwartet hat WordPress die Mehrheit, fast schon ein Monopol.
Jeder hat bestimmt Gründe, die Blogsoftware zu verwenden. Hier die Gründe (Vorteile und Nachteile), die ihr aufgelistet habt.
WordPress
Vorteile
- Suchmaschinenoptimiert
- gute Community
- Benutzerfreundlichkeit
- viele Plugins
- viele Themes
- leicht zu bedienen
- viele Optionen
- kosenlos
- unkompliziert
- weit verbreitet
- interaktive Benutzeroberfläche
- suchemschinenfreundliche URLs
- Pingsystem
- einfache und schnelle Installation
- gute Gestaltung des Backends
- sehr gut dokumentiert
- regelmäßige Sicherheitsupdates
- volle Kontrolle über alle Dateien
- bei entsprechenden HTML-, CSS- und evtl. php-Kenntnissen fast beliebig anpassbar,
- wird ständig weiter entwickelt
- sehr übersichtlich
- Flexibilität
- leichte Themeerstellung
- eigenständiges CMS auf eigenem Webserver
- flexible Gestaltung / Tweaking
- Ausbaufähigkeit
- Werbefrei
- Widgets
- meist gute und schnelle Hilfe
- stabiles System
- recht gute Übersetzung (zumindest deutsch)
- recht kompatibel zu fast allen Webhostern
Nachteile
- weite Verbreitung -> Sicherheitsrisiken
- Schwierigkeiten beim Sichern der Datenbank
- Individuelle Gestaltung des Blogs ohne Programmierkenntnisse schwierig
- Vielen Updates
- viele Plugins -> Datenbankkiller
- Updates mit neuen Funktionen, die schon Plugins lösen
- WYSIWYG-Editor enthält zu wenig Funktionen
- Trackback-Funktion funktioniert manchmal nicht
- Anpassen der Templates
- unübersichtlich werdende Datenbank durch viele Plugins
Serendipity
Vorteile
- klein
- kompakt
- frei konfiegierbar
- leicht erweiterbar
- Support sehr gut
- einfache Installation von Updates
- ein Plugin statt mehrere Plugins
- leichte Installation
- nette Community
Nachteile
- nicht so ausgeprägte SEO
- nicht so riesige Auswahl an Plugins
- kleine Community
- man benötigt Hintergrundwissen
- Vertipper des Namens vorprogrammiert (Serendipity)
- nicht so viele Plugins wie bei WordPress
Eigenentwicklung
Vorteile
- flexibel
- nur was benötigt wird, wird eingebaut
- kein Kommentarspam
- kompakt
Nachteile
- keine Kommentarmöglichkeit
- Funktionsumfang gering
- alles selbst programmieren
- kein WYSIWYG-Editor
Blogage
Vorteile
- selbsterklärend
- kinderleicht
- Fotocommuntiy
- Social Network
- hevorragender Support
- 128 MB Speicherkapazität
- kostenlos
Nachteile
- Darstellungsfehler ab und an
- keine Funktionenvielfalt (Einstieg ins "Bloggerleben")
Blogger.com
Vorteile
- Werbefreiheit seiten Blogger
- Kostenlos
- komplett eigene Gestaltung
- unlimitierter Traffic
- 1 GB für Bilduploads
- direkter Videoupload
- viele Widgets/ Plugins
- Bloggen per Mail
- Handy
- Installation auf eigem Webspace möglich
- schneller Support
- Ideal für Laien
- Erstellen eines Beitrags kinderleicht
- Updates vollautomatisch
- einfach zu bedienen
- sehr gute Anbindung an Google
- Werbung erlaubt
Nachteile
- Kategorien fehlen (Labels nur minimaler Ersatz)
- Support englischsprachig
- an LayOut-Vorlagen gebunden
- keine richtige trackback-Funktion
- Blogspot-URL
- Hilfethemen englisch
- fehlende Möglichkeit, Beiträge zeitgesteuert zu veröffentlichen
- Kommentarmöglichkeit verbesserungswürdig
Aber nun geht es um euch Blogger, wie viel Zeit investiert ihr, wie viele Besucher habt ihr und wie viele Einnahmen bringt euer Blog.
Wie viel Zeit investiert ihr in euren Blog pro Tag (inklusive Recherche und Schreiben von Beiträgen)?

Der Durchschnitt beträgt 1,5 Stunden.
Wie viele Besucher hat euer Blog?

Der Durchschnitt beträgt 408, was aber durch einige Blogs, die 2000 oder 8000 oder 1500 Besucher haben, hochgeschoben. Mein Blog ist daher unter dem Durchschnitt mit gerade einmal 150 Besuchern täglich.
Wie hoch ist euer Verdienst durch euren Blog?

Der Durchschnitt hier beträgt 81,25 €, welcher habe wieder durch Blogs in die Höhe getrieben wurde, welche 700 € oder sogar 2000 € verdienen.



05. Feb, 2008 













Wow , danke für die super Auswertung !
Was mich interesieren würde, wehm die Blogs die 2000-5000 User haben und die ja anscheint über 500€ verdienen gehören.
Das mit dem Monopol von WordPress ist auch krass.
Habe gedacht das Blogger.com mehr als nur 5% bekommt, weil viele Einsteiger es benutzen.
Bei den Usern bin ich gut im Druchschnitt , das freut mich doch
Danke für die schöne Aktion, man schreibt sich.
VG
craZed
Gern geschehen.
Mit Blogger.com: Da hat ja auch nur ein paar Blogger mitgemacht.
Für eine vollständige Auswertung der dt. Blogosphäre, schau mal auf Blogcensus.de
WOW!!! Blogger nur bei 5 %? Hätte ich jetzt nicht gedacht. Von der Auswertung hab ich erst jetzt gesehen, sonst hätte ich auch noch mitgemacht. Ich bin bei Blogger.com in der Regel wegen der Werbemöglichkeit und dadurch auch der Möglichkeit, übers Internet noch ein paar Euros zu verdienen. Die Nachteile bei Blogger.com stören mich jetzt nicht gewaltig, d.h. ich kann gut mit denen Leben.
Sieht doch gut aus
Die Statistik ist sicherlich nicht ganz repräsentativ, schon alleine aufgrund der Tatsache, dass diese Umfrage eher in technisch orientierten Blogs die Runde machte… Da dürften Worpress & Co weiter verbreitet sein als bei den privaten Bloggern die über ihre täglichen Erlebnisse, ihren Beruf oder ihren Verein bloggen.
Ich denke, dass ich für Unterpunkt “ein Plugin statt mehrere Plugins” bei S9Y schuldig bin. Das hört sich jetzt etwas komisch an, evtl. sollte es in einem Stichpunkt “ein Plugin für ein Thema statt mehrere Plugins zum selbigen”.
Interessant fände ich es zu wissen wie der Durchschnitt berechnet wurde: Ich kann’s nämlich nicht so ganz nachvollziehen warum der Durchschnitt bei 81,25 € liegt. Grob geschätzt würde ich nach dem Diagramm schätzen, das es etwa 15€ sind. Schließlich muss der Median irgendwo zwischen 0 – 20€ liegen. Auch habe ich keine Ahnung ob ich jetzt zu den 0€ verdienern gezählt wurde, oder zu denjenigen die keine Angabe gemacht haben. Schließlich habe ich selbst keinen statistisch verwertbaren Wert veröffentlicht, aber angegeben das ich ein wenig verdiene, wenn auch nicht mit dem teilnehmenden Blog…
Wie habe ich den Durchschnitt berechnet? Alle Angaben genommen (wo keine Angabe statt fand – gelöscht) und mit Hilfe eines Tabellenkalkulationsprogramms den Mittelwert berechnet.
Bei den Einnahmen: Es gibt Blogger, die über 1000 € verdienen bzw über 500. Die treiben die Statistik in die Höhe
Hi, hab leider die Auswertung erst gerade entdeckt. Was ich merkwürdig finde: Du hast bei Nachteilen von selbstprogrammierten Blogs angegeben, dass “keine Kommentarmöglichkeit” besteht. Warum das denn nicht? In meinem Blog kann man kommentieren und ich denke, dass ein Blog ohne Kommentarmöglichkeit irgendwie langweilig ist.
Es gab mehrere, die selber eine Blogsoftware benutzen. Das kann man nicht so genau nehmen, da jeder seine Blogsoftware anders schreibt.
Klar, aber das kann man unter “viel zu programmieren” aufführen. Denn zu sagen, dass generell alle Eigenentwicklungen keine Kommentarfunktion bieten, ist Quatsch. Beim WYSIWYG-Editor sehe ich das ein, aber bei grundlegenden Funktionen ist das eher persönliche Abneigung gegen ein Feature als ein globaler Nachteil aller selbstentwickelten Blogs.
Klasse Auswertung und das bei hundert Teilnehmern, vielen Dank.