Meine Meinung zu Google – Viele Produkte, aber Risiken

Google, die wohl größte und bekannteste Suchmaschine, bietet nicht nur eine Suche an, sondern auch eine Vielzahl von anderen Produkten wie Google Earth, Google Maps, Googl Mail … um nur einige zu nennen. Allerdings steht Google auch sehr in der Kritik.

Was ich von Google halte, was es zu verbessern gibt und welche Hoffnungen es gibt, werde ich in diesem Beitrag vorstellen.

Ich selber nutze bei Google AdSense, Analytics, Blogger (anfangs fürs bloggen, später für ein Tutorial, heute gar nicht mehr), Feedburner, Google Mail, Reader, Webmaster Tools und Google Docs (ab und an).

Mit einem Login kann man alle Dienste erreichen. Damit muss ich mich nicht bei unzähligen Diensten anmelden, sondern manage alles von einem Konto.

Mit Google AdSense kann man Geld verdienen mit dem Blog und sieht die Statistiken. Eine Alternative wäre Contaxe, aber der Klickpreis ist dort sehr gering. Bei Google bekomme ich durchschnittlich 0,20-0,80 Euro pro Klick (umgerechnet), während man bei Contaxe gerade einmal 0,03-0,07 Euro pro Klick bekommt.

Mit Google Analytics hat man ein umfangreiches und kostenloses Analysetool, wofür man wo anders viel Geld bezahlen kann. Man sieht wie viele Besucher auf der Website waren, welche Seite am meisten besucht wurde, kann den Zeitraum einstellen und sich den Bericht als pdf speichern oder ausdrucken. Einzigartig! ABER: Google speichert diese Daten und kann damit Aussagen zu einer Website und deren Besucher treffen und wo sie alles gesurft haben. Eine richtige kostenlose Alternative gibt es nicht so richtig. Man bezahlt bei Google eben nur mit seinen Besucherdaten.

Mit Google Mail bietet Google einen Email-Service an, wo einem mehr als 7 GB Speicher zur Verfügung stehen – das Löschen von Emails ist somit nicht mehr notwendig. Außerdem können große Dateien verschickt werden. ABER: Google blendet neben den Emails Werbung ein – nach dem INHALT DER EMAIL. Somit kann Google die Email sozusagen “lesen” und auswerten.

Mit Google Reader hat man eine Anwendung zum Verwalten der RSS News Feeds. Damit kann man von überall (wo man Internet hat) darauf zugreifen. ABER: Google weiß damit bescheid, welche Interessen der Benutzer hat und kann somit Aussagen darüber treffen.

Mit Google Chrome bietet Google neuerdings dann auch einen Browser an. Dieser ist schnell, leicht und auch sicher. ABER: Bei der Installation wird ein Code generiert, der an Google übermittelt wird und man dann sagen kann, auf welchen Seiten der User ist. Gleiches gilt natürlich, wenn man bei der Suche auf Google angemeldet ist und das Webprotokoll aktiviert hat.

Google weiß (fast) alles

Theoretisch kann Google einen Steckbrief von euch anlegen, wenn man wolle. Zum Beispiel Name, Vorname, Hobbys, Websites, Interessen und vieles mehr. Zwar bietet Google sehr viele kostenlose Dienste an, die man braucht (vor allem Webmaster), aber dafür bezahlt man bei Google mit seinen Daten. Man wird zu einem gläsernen Menschen. Zwar hat Google bisher nichts davon herausgegeben, aber wenn bei Google einmal die Datenbank gehackt wird, dann sind viele Daten von Usern offen.

Allerdings kann man damit auch eine bessere Suche für dies User anbieten. Nach Interessen und Hobbys kann dann sortiert werden und die richtigen Suchergebnisse können angezeigt werden. Im Kontrast dazu kann Google sehr viel Auskunft über die User geben.

Ich nutze zwar sehr viele Dienste von Google, da sie kostenlos sind und mit einem Login erreichbar sind, aber sollte sich nach und nach OpenID durchsetzen, dann werde ich wohl mich langsam von Google verabschieden, denn viele Dienste wie zum Beispiel Email, Browser, RSS Feed Verwaltung gibt es auch woanders. Aber noch bin ich dazu zu bequem.

Wie sieht es bei euch aus?

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5 Responses to “Meine Meinung zu Google – Viele Produkte, aber Risiken”

  1. Zu Google Mail: Klar werden Mails nach Stiochworten durchsucht und passende Werbung angezeigt. Nach dem gleichen Prinzip funktioniert auch der Spam-Filter der anderen Mail-Account-Anbieter, oder nicht? Und ob ich jetzt bei Yahoo! meine Mails abrufe, den Kalender mit meinen Terminen fülle, mir meine Startseite mit RSS-Feeds gestalte usw. immer wird Werbung eingeblendet und der Anbieter hat die Möglichkeit, meine Daten zu sammeln. Das ist ja auch der Grund, warum solche Dienste kostenfrei angeboten werden.

    Und mal ganz ehrlich: Du sammelst doch auch Daten. Du schaust Dir regelmäßig die Statistiken des Blogs an, stellst fest, welche Themen/Stichworte besser und schlechter ankommen und reagierst entsprechend darauf, um Deinen Lesern entgegen zu kommen. Das macht Google auch, nur wird hier primär auf die Werbetreibenden und erst sekundär auf die Anwender reagiert.

    Und offline hat das ganze Spiel ja im großen Stil mit Payback und Co. begonnen. Meine Mutter traut Google nicht, legt aber beim Einkaufen fleißig ihre Plastikkarten an der Kasse vor, um Punkte zu sammeln, die sie nach langer Zeit in “wertvolle” geschenke eintauscht, die sie sich eigentlich nie kaufen würde. Aber die sind ja “geschenkt”. Und, was machen die Verbrauchermärkte mit dieser Datenflut? Sie erstellen Statistiken über das Einkaufsverhalten. Sie analysieren die Wege durch die Supermarktregale, sie können nachweisen, dass Kleinartikel beim Anstehen an der Kasse gekauft werden wie warme Semmel und sie dafür die teuersten Preise der Anbieter verlangen können. Nur muss es dort weiterhin ramschig und billig aussehen.

    Um zum Schluss zu kommen: Ich nutze alle gängigen Google-Dienste, weil sie meist das beste Handling haben. Und wer wirklich anonym surfen will, muss an einen einsamen Strand gehen. Ohne Laptop.

  2. @ DIrk: Danke fü deinen Kommentar. Na klar hast du recht mit Payback usw. Yahoo bindet bei den mails auch Werbung ein? Das wusste ich nicht (na gut, ich bin auch nie bei yahoo). Aber bei Google ist es so, dass sich dort alles konzentriert. Die wissen mehr als andere wage ich zu behaupten.

    Wenn man nun seinen Email Account bei yahoo, den feedreader bei netvibes usw. hat, verteilt sich das alles und jeder kennt nur einen Part.

    Aber lass mal: Ich nutze auch fast alle Google Dienste. Mit einem Login kann ich alles abrufen. Das ist sehr bequem und erspart lästiges Passwort eintragen bei anderen DIensten von anderen Anbietern dann.

    Paul

  3. Anstatt Adsense oder Contaxe kann man noch Adinside nutzen. Es ist kontextsensitive und Banner-Werbung. Die PPC beträgt da konstante 0,08 Euro. Dabei bei genügend Traffic sollte es lukrativer als Contaxe sein.

    Google Analytics nutzen wohl die meisten Blogger/Webmaster, wobei man in der Tat keine andere Software mit demselben Umfang hat. Aber eines fällt mir da noch ein, nämlich Woopra–>das kennst du wahrscheinlich bereits..?

    Bei Google Mail im Falle der Nutzung würde ich mir auch etwas Sorgen um meine Privatsphäre machen, daher nutze ich es nicht. Bin zwar dort angemeldet, aber das wars auch schon.

    Google Reader nutze ich als Einziges um meine Blogfeeds zu checken. Google Chrome fällt meinerseits weg, da ich doch lieber mit Firefox arbeite.
    Fazit: Google ist schon auf der Reise mit nur einem Ziel namens Datensammeln und wer weiss, wie es wohl enden kann. Ein Ende der Aktion seitens Google wird es wohl nicht geben. Als agierender Internetnutzer ist mir eigentlich egal, ob G was über mich weiss. Letzendlich mache ich nichts Illegales im Web;).

  4. Hallo,

    AdInside habe ich auch schon vorgestellt in meinem Blog; Woopra enthält zwar einige Funktionen mehr, aber bei mir hat das nicht alles richtig funktioniert. So wurden gerade mal 50 % der Besucher in die Statistik aufgenommen, naja.

    Naja bei Google Mail gibt es bald eine Offline Funktion – das erweitert natürlich den Funktionsumfang.

    Paul

  5. Das schlimme an der ganzen Sache ist imho gar nicht mal, was Google von dir weiß. Viel schlimmer ist, dass du je mehr Google-Dienste du nutzt, immer abhängiger wirst. Ist Google mal offline so wie letztes Jahr, stehste dumm da.

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